Painville

Während der letzten Wochen in Australien ist meine Vampirnatur immer mehr zum Vorschein gekommen. Nicht nur, dass ich die Sonne und die Hitze nicht mehr leiden kann, der Gedanke den Tag in einem weich gepolsterten Sarg in einem dunklen, kühlen Keller zu verbringen klingt geradezu himmlisch (vor allen wenn ich dort auch noch WLAN habe ;)). Die Hoffnung, doch noch ein bisschen braun zu werden habe ich auch schon längst eingetauscht für die, nicht an der Hitze draufzugehen.

Heute zum Beispiel sind wir brav noch vor Sonnenaufgang aufgewacht, und sind zu einer Zeit zu der ich sonst noch schlafen würde mit einem gemieteten Tandemfahrrad aus Bright losgefahren. Das Ziel war zu einem 30km entfernten Örtchen zu fahren, uns dort mit einem zweiten Frühstück zu belohnen und dann entspannt zurück zu radeln. Das Ganze sollte dank Sonnencreme mit LSF50, Hut, Sonnenbrille, der richtigen Kleidung und der frühen Zeit (gegen Mittag wollten wir zurück sein) auch für mich leicht möglich sein.

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Die erste Hälfte der Strecke war auch sehr angenehm, mit wunderschönen Aussichten und vielen bunten Vögel am Weg, sobald jedoch die Sonne stärker wurde ist mir mit jeder neuen kurzen Strecke ohne Schatten schlechter geworden und wir mussten immer öfter eine Pause einlegen. Mit Müh und Not haben wir es um 9:30 ins vorläufige Ziel geschafft und ich konnte mich mit dem versprochenen zweiten Frühstück stärken während Markus einen Kaffee getrunken hat.
Am Rückweg ist die Hoffnung, es würde mir besser gehen, auch schnell verflogen, nach qualvollen 15km und etlichen Pausen habe ich mich geschlagen geben müssen. Die restliche Strecke durfte Markus alleine weiter fahren nachdem er mir versprochen hat, mich nachher mit Patsy abzuholen.

Obwohl um 15h ein Brauereibesuch in Bright geplant war habe ich natürlich keineswegs dran gezweifelt, dass Markus mich nicht vergessen und nach Rückgabe des Fahrrads abholen würde. Das Warten war am Ende sogar eine halbe Stunde kürzer als erwartet und am Weg zurück habe ich ein Beerensorbet bekommen, was die Mühen des Tages schnell verblassen ließ.

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Der anschließende Brauereibesuch war schon deswegen toll, weil ich ganze 5 Minuten im Kühlschrank verbringen durfte, der mir mit seinen 4 Grad eher zu warm als zu kalt war.

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Ein Gedanke zu „Painville“

  1. Böse Sonne … ;-)

    Da bekommt das Kölner Wetter (-3 bis +7 Grad und Regen/Schnee/Matsch/…) ein etwas besseren Eindruck – wenn auch keinen guten!

    Gruß,
    Meike und Jens

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