Ben Nevis

… ist der höchste Berg von Großbritannien und mit 1345m auch kein Riese aber ich habe noch eine Rechnung mit ihm offen. Als ich nämlich mit 10 Jahren zum ersten Mal in Schottland war, hat mich mein Vater nicht mit auf den Berg genommen.

Diese schwere Traumatisierung galt es heute zu überwinden, da der Weg überschaubar lange war genossen wir zunächst das lange Ausschlafen und anschließend das full scottish breakfast.

So gestärkt schaffte ich noch ein paar Zeilen im Blog bevor wir gemütlich um 10 Uhr starteten. Wir spazierten direkt vom Hotel zum Visitor Center, wo der Weg los ging. Von hier an ging es die 1300 Meter in einer sehr gleichmäßigen Steigung über ca. 7 km auf einem sehr schönen Weg zum Gipfel. Wir waren wieder vom schottischen Frühlingswetter verwöhnt und hatten durchgehend Sonnenschein.

Weiter oben fanden wir zunächst neben dem Weg vereinzelte Schneefelder bis wir die letzten 1,5 Kilometer fast durchgehend über Schnee wandern mussten bevor wir am Gipfel standen.

Am Gipfel waren wir nicht alleine, wie auch am Weg rauf und runter.

Der Weg hinunter war dank des guten Weges mit vielen Stufen rasch hinter uns gebracht und mit einem neuen Rückweg entlang des Flusses konnten wir auch einen Teil des „Zustieges“ spannender gestalten.

Interessantes Detail am Rande, am Fluss saßen in Strandstühlen 2 Schotten in Badehosen in der Sonne, bei 11 Grad, und zuvor sahen wir schon Kinder am Fluss in Badehose spielen. Die Schotten haben offensichtlich ein anderes Temperaturempfinden. Zurück in unserem Hotel gönnten wir uns eine Dusche und ein Bier bevor wir uns auf die Suche nach Essen machten.

Rupert war schon vor uns unterwegs und kundschaftete die besten Lokale aus. Ich gönnte mir veganen Haggis, sehr eigenartig und gar nicht Haggis, und Süßkartoffel Pie, sehr fein! Die Biere waren auch schon etwas besser als sonst und es gab sogar Punk IPA.

Für die Nachspeise wollte Rupert noch Custard ein paar Häuser weiter testen, also spazierten wir noch ins Cruachan Hotel in dem Custard und ein glutenfreier Schokokuchen serviert wurde.

Damit war der Tag für uns zu Ende. Heute war „hoffentlich“ (wenn nichts schief geht) die kürzeste Etappe bei der wir 22 km und 1400 Höhenmeter zurücklegten.

Ein Gedanke zu „Ben Nevis“

  1. Ich bin sehr froh, dass du dieses Kindheitstrauma endlich überwunden hast. So fällt auch mir ein Stein vom Herzen!
    Ihr leistet Unglaubliches!
    Herzlichst, dein Vater

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