Great Glen Way I

Heute sollte die Hauptattraktion der Reise beginnen, nämlich unsere Wanderung nach Fort Williams und anschließend weiter in Richtung Glasgow.

Nachdem wir nach 2 Nächten mit viel zu wenig Schlaf endlich wieder richtig ausgeschlafen haben waren wir früh auf den Beinen. Fredi hatte keine Geduld mehr auf den Wecker zu warten und hat das ganze Zimmer um 05:45 aus den Federn gerissen. Da alles perfekt vorbereitet war waren wir wenig später, gegen 6 Uhr, auf der Straße in Richtung Trailhead. Dort gab es ein rasches Selfie und ab auf den Great Glen Way.

Inverness war im Dämmerlicht noch mit hübschen Lichterketten an den Bäumen beleuchtet.

Als wir langsam die Stadt in Richtung Caledonian Canal verließen übersahen wir auch gleich den ersten Trail Marker, was wir glücklicherweise nach 300 Metern bemerkten und so nur einen kleinen Umweg machten. Diese Erfahrung ließ uns trotz mangelndem Kaffee gleich viel aufmerksamer weiter wandern. Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen haben ging es auf den ersten Hügel wo wir auf dem Hochplateau lange dahin wanderten.

Nach ca. 3,5 Stunden sahen wir jede Menge Tafeln die auf Kaffee und Kuchen hinwiesen, diese konnten wir nicht ignorieren also gingen wir einen kurzen Weg bis wir zu ein paar Tischen kamen die durch schlammige Wege verbunden waren. Wenige Meter weiter kamen wir zu einem hübschen Schwein, einigen Hühnern und einer Glocke, die wir aber nicht läuten mussten, da die Wirtin gerade heraus kam. Wir bestellten Kaffee und Kuchen und warteten einige Minuten in der Kälte an unserem Tisch bis wir beides mit der Rechnung bekamen, der Preis war sportlich aber beides war gut und ein wenig Entwicklungshilfe für strukturschwache Regionen ist schon okay.

Weiter ging es nach einer halben Stunde mit viel Kaffee und Kuchen im Bauch. Nach weiteren 8 Kilometern gingen wir wieder bergab und wir sahen die ersten Schäfchen mit ihren Lämmern, Hochland Rinder und endlich auch den ersten Blick auf Loch Ness.

Als wir dann nach Drumnadrochit kamen mussten wir eine recht große Runde durch den Ort drehen, da hier ein Bach in Loch Ness mündet und die erste Brücke 2 km von der Mündung entfernt ist. Der Ort beherbergt auch ein Museum für das Monster, das haben wir uns allerdings gespart.

Weiter ging es über einen schönen stark bemoosten Wald auf den nächsten Hügel und am Gipfel gönnten wir uns die zweite Pause.

Gerade als wir uns wieder auf den Weg machen wollten sahen wir einen Wanderer auf uns zukommen: den Rupert, der sich nicht erfolgreich genug vor uns versteckt hatte. So plauderten wir ein wenig, wanderten einige Meter gemeinsam und trennten uns wenig später wieder.

Weiter ging es auf verschiedenen Wegen in den Ort Invermoriston in dem wir zielstrebig in das erste Pub einfielen.

Das Glenmoriston Arms wurde 1740, 2 Jahre vor der Schlacht am Cullodan Moor, erbaut und ein Teil der originalen Mauern wurde in einem Bilderrahmen gezeigt. Das Essen selbst war sehr fein, leider hatten sie keine guten Biere. Als wir dann fertig waren kam auch Rupert wieder hereingeschneit.

Allerdings machten wir uns nach einer halben Stunde wieder auf den Weg um bei Dämmerlicht noch einen Zeltplatz zu finden, das uns nach Überschreitung eines weiteren Baches mit einer schönen alten Brücke auch gelang.

In Summe legten wir laut meiner Uhr, die immer etwas mehr als Fredis anzeigt 58 km und 1400 Höhenmeter zurück.

Ein Gedanke zu „Great Glen Way I“

  1. Hallo ihr zwei bzw. drei,
    sehr schöne Bilder und sehr interessant. Bin in Gedanken immer bei euch.
    Wünsche euch noch weiterhin schöne Erlebnisse.
    Freue mich schon auf weitere Einträge
    Liebe Grüße

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