West Highland Way I

Heute starteten wir unsere letzte Wanderung, den West Highland Way der uns in Richtung Glasgow nach Süden führen soll. Hier haben wir gestern umdisponiert und uns dafür entschieden ihn gemütlich und damit nicht bis zum Ende zu gehen.

Nachdem wir beim Hotel Frühstück erst ab 7:30 bekommen sollten gab es auf Nachfrage die Möglichkeit ein Continental breakfast, die reduzierte Variante, bereits ab 6 Uhr zu bekommen. Das war am Ende gar nicht so reduziert.

Das wählten wir auch und machten uns kurz vor 7 auf den Weg. In der Stadt machten wir noch das obligate Foto am Startpunkt. Gleich danach lag noch ein Curling Platz mit einer Kunstinstallation die Curling aus Granit zeigte.

Die ersten Meter bis zum Braveheart Parkplatz waren gleich wie gestern, dann entfernten wir uns von der bekannten Strecke und hatten teilweise noch herrliche Blicke auf Ben Nevis. Auf dem Hang waren gerade Holzerntearbeiten mit gewaltigen Maschinen im Gange.

Kurz danach kamen wir auch schon über einen Sattel in ein sehr hübsches einsames Tal. Genau so stellt man sich die Highlands vor, wie aus dem Prospekt. Tolle Stimmung zu Sonnenaufgang, der durch Ben Nevis, der östlich von uns war deutlich später kam als der Sonnenaufgang sein sollte.

Das Tal führte uns zuerst nach Westen und es fühlte sich an wie Wandern über Almwiesen, das Ganze auf gerade mal 500 Meter über dem Meer. Dann zweigte das Tal nach Südenosten ab und wir wanderten auf breiten Wegen wieder bergab zu dem Örtchen Kinochleven. Bergab machten sich dann erste Materialermüdungen bemerkbar, ein Teil meiner Schnürung der Schuhe riss. Ein klarer Konstruktionsfehler.

In Kinochleven angekommen machten wir mal im „The Trailrace Inn“ Mittagspause und konnten bei strahlendem Sonnenschein sogar draußen essen. Sogar eine Katze beehrte uns mit ihrem Betteln.

Weiter ging es über „The devils staircase“ entlang von Rohren eines Wasserkraftwerks aus den 40er Jahren als sie hier Strom und Aluminium produziert haben. Da wir recht wenig Wildtiere gesehen haben war ich von einer Kröte sehr begeistert. Zugegeben gibt es jede Menge Vögel aber ich kenne die alle nicht und zum Fotografieren mit dem Telefon bieten sich die auch nicht an.

Am höchsten Punkt angekommen ging es wieder in malerischer Hochlandstimmung mit etwas Wind und frischen Temperaturen hügelig dahin.

Leider folgte viel zu schnell der Abstieg zur A82, der Hauptverbindungsstrasse zwischen Fort Williams und Glasgow. An dieser ging es dann einige Kilometer entlang im kargen Hochland mit viel Autolärm bis wir dann zum Kingshouse, einem ganz neuen Hotel das als Ski Ressort und im Sommer den Wanderern dient. Sehr noble Hütte. Also beschlossen wir hier gleich unser Abendessen einzunehmen bevor „wir“ noch ein paar Meter machen wollten.

Nachdem wir mit vollem Bauch die geplante Stunde weit weg von der A82 gewandert sind, fanden wir einen schönen Zeltplatz der nach Osten ganz freien Blick auf den Sonnenaufgang bieten sollte. Am Weg liefen uns auch noch ein paar Rehe über den Weg. So machten wir es uns kurz nach Sonnenuntergang im Zelt gemütlich und schliefen bald ein.

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