Wien – Florenz I

Heute geht es auf ein Wochenende nach Florenz und da der Flug nach Bologna günstiger war nehmen wir das auch noch mit. Recht entspannt ging es mit der Bahn um 7 Uhr zum Flughafen, am Weg wurde noch gefrühstückt und mit einer kleinen Dash 8 – 400 ging es dann direkt in 1:15 Stunden nach Bologna. Dort kamen wir bei 9°C und dichtem Bodennebel an. Begrüßt wurden wir von einem „Follow Me“ Auto des Flughafens bei dem ich kurz erwog den Job zu wechseln. Die fahren da mit einem Lamborghini herum. Vom Flughafen fährt alle 11 Minuten ein Bus ins Zentrum und zum Bahnhof also waren wir 30 Minuten später in Bologna Centrale. Dort haben wir die Tickets für den Zug sowie eine kleine Reiseverpflegung wie wir das im Japan gelernt haben besorgt und ab in den Schnellzug „Frecciarossa“ der die Strecke größtenteils unterirdisch in weniger als einer halben Stunde zurücklegt. In Florenz haben wir dann noch einen Regionalzug eine Station zum Campo di Marte genommen und sind gleich zur Startnummernausgabe gegangen. Der erste Schritt die Startnummer zu bekommen ging schnell doch dann begann sich eine immer dichter werdende Schlange in Richtung Ausgang und Goodiebag zu bewegen, wo wir letztendlich 20 Minuten auf die Ausgabe eines neongelben T-Shirts warteten, ob ich das jemals tragen werde? Von hier haben wir beschlossen zu Fuß zum Hotel zu spazieren um weitere Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Stimmung war schon deutlich herbstlich. Leider war unser Zimmer noch nicht fertig aber wir konnten zumindest unser Gepäck ablegen und gingen befreit an das Sightseeing Programm allerdings war nun doch schon Zeit für ein Mittagessen. Riccardo, der Mann an der Rezeption hat uns dafür „Il Desco“ empfohlen mit Bio Spezialitäten aus der Umgebung, ganz in unserem Sinne. Da unser Hotel und Il Desco nahe des Doms lag haben wir diesen als erstes aufgesucht. Er besteht aus drei getrennten Gebäuden: dem Baptisterium, dem Glockenturm und dem Dom. Nachdem wir diese von außen bewundert haben sind wir durch den Dom spaziert welcher eine sehr hübsche 24 Stunden Uhr besitzt und eine eindrucksvoll bemalte Kuppel. Außerdem waren auf dem Domplatz bereits Arbeiten für den Zieleinlauf des Marathons im Gange. Anschließend haben wir noch Tickets für die Kuppel und andere Museen gekauft und einen Besichtigungstermin für Montag gebucht, da vorher alles ausgebucht war. Dann spazierten wir weiter zum Palazzo Vecchio, vorbei an den Uffici über die Ponte Vecchio auf die andere Seite des Arno. Allerdings dauerte die Überquerung dieser mittelalterlichen Brücke mit all Ihren Auslagen der Goldschmiede ungewöhnlich lange für so wenige Meter, gerüchteweise musste jemand jedes einzelne Kunstwerk ganz genau unter die Lupe nehmen. Auf der anderen Seite entschieden wir uns die Runde in Richtung einer wiederum von Riccardo empfohlenen Eisdiele fortzusetzen „Gelateria la Carraia“ war auch wirklich sehr gut. Wir hatten eine Tiramisucreme und dunkle Schokolade und haben es nicht bereut. Nach diesem Ausflug auf die andere Seite überquerten wir erneut den Hausbach und machten uns durch den westlichen Teil der Altstadt auf den Weg zum Brewdog Pub. Ich musste mich nämlich noch mit Hummus und Punk IPA für den morgigen Lauf vorbereiten. Es war wieder im klassischen Brewdog Stil gehalten, eher klein aber hübsch verziert. Sehr gut für mich war die Erklärung der Social Media Plattformen, so verstehe das sogar ich. Von hier ging es doch schon auf der leicht müden Seite zurück ins Hotel wo ich meine Ohren mit Ohropax füllte und bald gut einschlief. Die Ohropax waren ein notwendiges Übel, da unser Zimmer direkt an Rezeption und Küche angrenzte und wir jedes gesprochene Wort und jeden Schritt hörten. So freundlich das Personal, sauber die Zimmer und gut das Frühstück war, im Zimmer 206 würde ich dort nicht nochmal übernachten.

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