London – Tag 1

Heute war es soweit, Alina hat Geburtstag! Also war mein verwegener Plan sie gleich in der Früh in ein Hochhaus mit Glashaus im obersten Stock zum Frühstück zu schleppen.

Eigenartigerweise hat sie sich entschieden dagegen ausgesprochen und bevorzugte ein gemütliches Ausschlafen, … da verstehe einer die Frauen.

Zur Feier des Tages bin ich also gemütlich eine Runde durch den St. James, Green und Hyde Park gelaufen und habe am Weg unsere Bustickets abgeholt.

Dann gönnten wir uns ein Frühstück im Hotel, das wirklich ausgezeichnet war, nur leider sperrte das Restaurant 20 Minuten nach unserem Eintreffen schon zu.

So für den Tag gestärkt sind wir zu „Euston Station“ spaziert um einen „Hop on Hop off“ Touristenbus bis zur St. Pauls Cathedral zu nehmen. Das ganze Unterfangen haben wir nur gemacht, da wir uns vorab zum ersten Mal einen Touristenpass geholt haben. Dieser vorausbezahlte LondonPass bietet den Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten und das zu einem vertretbaren Preis, darunter auch die Tickets für diesen Bus. Die Fahrt war eine Erfahrung welche uns gelehrt hat den Bus untertags besser nicht zu nehmen. Der Verkehr in Londons Innenstadt ist nämlich sehr zähflüssig, obwohl aus unserer subjektiven Sicht wenig Individualverkehr unterwegs ist, gefühlt unter 20%.

Nach nur wenigen Stunden ;) waren wir bei St. Paul’s Cathedral die wir nur von außen bewunderten, da wir an dem Tag noch viel vorhatten. Die Dimension war aber auch so sehr beeindruckend, ist ja schließlich die zweitgrößte Kirche Großbritanniens.

Anschließend spazierten wir über die „Love Lane“ zu „The Monument“, eine Säule die nach dem großen Feuer 1666 in London im Gedenken errichtet wurde. Heute steht sie inmitten moderner Hochhäuser und ist nicht mehr ganz so imposant, trotzdem sind wir die 311 Stufen auf die Aussichtsplattform geklettert und haben dort den ersten kleinen Schauer erlebt, welcher alle Fotos mit dekorativen Punkten verziert hat. Kaum waren wir wieder unten und haben für unsere sportliche Höchstleistung unser Zertifikat erhalten (echt, kein Scherz), war wieder alles trocken.

Von hier war es nur noch ein Katzensprung zum Tower of London, welchen wir als nächstes besuchten. Den in der Mitte befindlichen „White Tower“ und die „Crown Juwels“ haben wir einer genaueren Musterung unterzogen, sonst sind wir vor allem von den Drahtskultpturen der Tiere angetan gewesen. Bei diesen befand sich immer eine Tafel mit Erläuterungen wann das jeweilige Tier welchem König von England von wem geschenkt wurde. Sehr interessant!

Da der Tower alleine einen halben Tag kosten würde sind wir dann doch weiter, weil wir ja nicht zu unserem Vergnügen hier waren ;). Der nächste logische Stopp war Tower Bridge, hier hatten wir das Glück (Alina war anderer Meinung), dass wir die Treppen durch die Stahlkonstruktion hinauf nehmen durften, trotzdem hat sie auch nicht auf den Lift gewartet. Oben gab es wieder einen schönen Blick auf die Stadt, das neue Rathaus und „The Shard“, Europa’s aktuell höchstes Gebäude, sowie interessante Videos über den Bau und einige Tafeln mit historischen Daten, Geschichten und Vergleichen. Da sich der Tag langsam gegen Abend neigte war auch ein kleines Hungergefühl nicht mehr von der Hand zu weisen, da kamen die karamellisierten Erdnüsse gerade Recht, die uns ein Händler mit einem kleinen Ofen reichte. Frisch gestärkt ging es weiter in den „Engine Room“ in dem sich die Dampfmaschine, welche die Tower Bridge anhebt und absenkt, befindet. Für mich eine der besten Ausstellungen, richtige „Steampunk“-Atmosphäre.

Nachdem uns noch wenige Minuten blieben wollten wir noch die letzte Attraktion des Tages, „The London Bridge Experience“ sehen. Das war der erste richtige Fehler, bereits am Eingang war uns klar, dass es eigentlich nichts für uns ist, aber der nette Herr hat uns überredet unseren Londonpass „kostet ja nix“ zu verwenden, schade um die 40 Minuten unseres Lebens. Naja um eine Erfahrung reicher. Von hier wollten wir uns eigentlich nur noch irgendwohin fahren lassen also haben wir kurzentschlossen den ersten Bus „Line 17“ genommen. Glücklicherweise fuhr dieser zu Kings Cross Station, welche den berühmten Bahnsteig 9 3/4 beherbergt. Dort konnte man sich fotografieren lassen und anschließend im Harry Potter Gift Shop nach Herzenslaune Zauberstäbe und Ähnliches kaufen. Trotz der halben Stunde die wir dort verbrachten kamen wir ohne Geburtstagsgeschenke raus, großes Lob an Alina.

Der nächste und dringend notwendige Programmpunkt war das Abendessen, hier habe ich ein vegetarisches japanisches Restaurant gefunden, genau, das was uns vor nicht ganz einem Jahr so bitter gefehlt hat. Also konnten wir endlich mal ohne schlechtes Gewissen die Karte rauf und runter bestellen. Ich muss sagen es war alles gut und qualitativ hochwertig, trotzdem meine Lieblingsküche wird das nicht mehr.

Nach dem doch recht anstrengenden Tag ging es nur noch ins Hotel und ins Land der Träume.

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