doch nicht Fuji

Nachdem wir in Koyasan noch knapp dem Regen entgangen sind, verhieß das Wetter nichts Gutes für unser nächstes Ziel, denn wir hatten auf gut Glück einen Tag für Mount Fuji auserkoren um von dem Ort Fuji aus die Gegend um den Vulkan zu erkunden und dabei den einen oder anderen schönen Blick zu erhaschen. Leider regnete es als wir mit dem Zug spät abends ankamen noch immer in Strömen. Dazu hatte das Hotel in Fuji auch nur noch ein Raucherzimmer für uns, somit waren wir nicht in bester Stimmung als wir endlich müde einschliefen. Am nächsten Morgen war der Regen noch immer stark, der Wetterbericht versprach keine Besserung und die Sichtweite war auf knapp hundert Meter beschränkt. Mit dieser Aussicht pfiffen wir auf die zweite Nacht und machten uns auf den Weg nach Aomori im Norden von Honshu, der Hauptinsel Japans. Diese Planänderung bringt uns wieder der Kirschblüte näher, denn die ist jetzt im Norden angekommen. Die gebuchte Zugverbindung hieß für uns den ganzen Tag Reisen mit einer langen Wartezeit am Bahnhof Tokyo, dies gepaart mit Regen und der Faulheit kein Museum sehen zu wollen führten zum unvermeidlichen, nämlich Essen und Einkaufen. Wir haben erfahren, dass es am Bahnhof ein vegetarisches Restaurant gibt welches allerdings innerhalb der Fahrkartenzone liegt. Somit ergab sich heute die erste Möglichkeit es zu testen, diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen und sind somit bei „T`s Tamtam“ richtig lecker vegetarisch Essen gegangen. Die Gerichte kannten wir größtenteils aus Thailand mit der einen oder anderen kleinen Änderung, war aber trotzdem oder auch deshalb eines der besten Restaurants seit Kobe.

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Als wir also dieses Grundbedürfnis gestillt hatten konnte ich Alina nicht mehr von ihrer Lieblingsbeschäftigung abhalten. In Tokyo gibt es nämlich wie schon in Bangkok, Sydney und Wien einen Lush Kosmetikladen, der wurde kurzerhand geplündert. Alina meinte nur, sie ist ein großer Fan der Globalisierung.

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Lush die Dritte

Dann begann für mich die Suche nach Proviant für den Aufenthalt im hohen Norden, dort soll es ja fast nichts zu essen geben, nämlich Grünteemuffins, die hatte ich in unsere Zeit in Tokyo am Bahnhof gefunden und in den Tagen seit Tokyo vermisst. Leider hat der Supermarkt diese heute nicht mehr im Sortiment, somit musste ich mich mit Katzenpfoten zufrieden geben, die in üblicher Manier verpackt wurden, verschweißtes Plastiksackerl in Papiertasche die wiederum in einer Papiertragetasche steckt.

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Verpackungswahn

So gestärkt nahmen wir uns nun auch noch die Zeit die letzten drei Blog Einträge die eigentlich schon fertig waren nochmals zu lesen und online zu stellen. Für alle außer Jens, der weiß wieviel Arbeit das ist, sei an der Stelle erwähnt, dass ein Blogbeitrag doch oft einige Stunden Arbeit bedeutet.

Aomori ist die Hauptstadt der Region und das Tor nach Hokkaido, der nördlichsten der 4 Hauptinseln Japans, da von hier die Fähren ablegen und ein Seetunnel für den Zug gebaut wurde durch den wir übermorgen fahren werden. Mit 300.000 Einwohnern ist die Stadt jedoch schon deutlich überschaubarer als die anderen Städte die wir in Japan bisher besucht haben. Das Hotel, welches wir heute morgen spontan gebucht haben ist auch sehr fein und super günstig.

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Nur das Wetter macht mir Sorgen, es regnet ebenso wie weiter südlich, nur etwas kälter und für morgen versprechen sie Folgendes:

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