Blue Mountains

Am Morgen nach dem Bargo Pub ging es weiter in die Blue Mountains, eigentlich unser letzter geplanter Stopp vor Sydney, die wollten wir unbedingt noch sehen. Die Berge werden aufgrund des im Sonnenschein verdampfenden Eukalyptusöls oft von einer blauen Dunstwolke eingehüllt, daher kommt der Name. Aufgrund der Nähe zu Sydney und einer eigenen Bahnlinie sind diese touristisch natürlich perfekt ausgebaut.
Unser erster Anlaufpunkt war das Valley of Waters, hier machten wir eine Wanderung mit vielen Wasserfällen die trotz der trockenen Jahreszeit teilweise sehr imposant waren. Wir sahen Empress Falls, Sylvia Falls, Lodore Falls und Asmodeus Pool. Dabei war das Beste, dass wir eine riesengroße Eidechse in der Natur gesehen haben, wie später nachgelesen war es ein Eastern Water Dragon, mit Schwanz sicher einen Meter lang die Gute.

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Danach ging es zum Campingplatz in Katoomba wo wir einen gemütlichen Abend hatten. Der nächste Morgen begann mit der Motivation der Verzweiflung, der Fuß ist nach wie vor nicht besser aber ihn gar nicht zu verwenden und immer nur fest eingeschnürt zu lassen wollte ich auch nicht, deshalb habe ich heute endlich mal wieder die Laufschuhe angezogen und versucht ein paar Meter zu machen, nach 15 Minuten leichten Trab musste ich aber auf einen Wechsel zwischen Laufen und Gehen umschalten. Dafür hatte ich aber am Ende nicht viel mehr Schmerzen als vorher. Der Plan lautet jetzt also in einigen Tagen wieder sowas zu probieren und langsam zu steigern. Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir dann direkt vom Campingplatz einen Spaziergang entlang des Abhangs gemacht und dabei einige tolle Ausblicke auf die Sehenswürdigkeiten bekommen. So haben wir die Three Sisters, den Mnt. Solitary und die Katoomba Falls gesehen.

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Außerdem habe ich mir mein erstes Kölsch gegönnt, denn die lokale (dem Ort am nächsten gelegene) Brauerei, Badlands Brewery, hatte eine Spezialedition Brewbacca Kölsch mit einem sehr ansprechenden Etikett. Der Geschmack war gut aber nicht mit dem Kölsch das ich so kenne vergleichbar, wobei das war bei meinem selbst gebrauten ja auch so ;).

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Der nächste Tag war wieder mit kurzen Spaziergängen und Aussichtspunkten zu denen man fahren kann auch recht geschäftig. Wir sind mal zu den Bridal Veil Falls gefahren, dem höchsten Wasserfall der Blue Mountains und dann über den Evans Lookout und Valley View Lookout wieder zurück nach Katoomba. Dabei konnte man auch wunderschön den blauen Dunst über den Wäldern aufsteigen sehen.

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Am Abend hatte ich auf einem kurzen Spaziergang noch das Glück gehabt Lyerbirds zu sehen, das war noch ein offener Punkt auf unserer Liste.

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Leider ist Alina wieder ein paar Minuten zu lange in der Sonne gewesen und hat damit ihren x-ten Sonnenstich bekommen, damit geht es ihr natürlich nicht so gut und Australien wird wohl nicht ihr Lieblingsland werden.

Nichts desto trotz hat sie sich am nächsten Morgen mir zu liebe aufgerafft und ist mir 5 Minuten in den Busch gefolgt um mich zu sichern. Ich wollte nämlich meine australische Klettermission damit abschließen auch die Blue Mountains beehrt zu haben. Hier habe ich nach meinem frisch gewonnen Selbstvertrauen aus der Halle souverän 4 Routen 6a und 6a+ gemeistert, und das trotz stolzer Hakenabstände und den ersten Bohrhaken auf 5 Metern. Als wir zum Felsen kamen hingen die Wolken auch noch tief und der Morgentau war auf allen Blättern und dem Felsen, das legte sich aber und bald war es das reinste Vergnügen. Interessant waren manche Zustiege zu den Routen, hier hat man zum Schutz der Vegetation Baumstämme in die Wand geschraubt. Außerdem sind wir am „Megalong Valley“ vorbeigekommen und mussten doch ein wenig an Beavis and Butthead denken, der Name konnte von denen stammen. Bevor die Sonne eine Chance hatte Alina zu finden waren wir auch schon wieder weg und auf dem Weg zum Lake Wallace in Wallerwang.

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Ein Gedanke zu „Blue Mountains“

  1. Schauen ja ziemlich grummelig drein, die Schwestern. Könnten sich mal die Haare machen lassen – dass sieht doch nicht aus!
    Dafür kann das Braubacke-Etikett echt was. Solltest vielleicht doch eine zukünftige Beklebung deiner Gebinde nicht unerwogen lassen!

    Wie geht’s denn dem Hax so beim Klettern eigentlich? Vermutlich bist Du ja nur einbeinig unterwegs in der Wand, wenn Du Dich mit lumpigen 6aplussen begnügst?

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