Great Glen Way II

Nach einer nicht ganz tollen Nacht zwitscherten uns gegen 6 Uhr die Vögel aus dem Schlaf. Mit ein wenig müden Beinen brauchten wir fast eine Stunde bis wir alles zusammengepackt hatten und uns gegen 7 Uhr auf den Weg machten.

Der Morgen versprach einen wunderschönen Tag, es war leicht bewölkt, die Sonne blinzelte jedoch schon durch die Wolken. Der erste Abschnitt führte entlang des unteren Endes von Loch Ness bis Fort Augustus. Die Wolken verzogen sich zusehends und wir wurden mit schönstem schottischem Wanderwetter belohnt.

In Fort Augustus angekommen suchten wir uns den schönsten Platz für unser Frühstück, direkt zwischen dem Caledonian Kanal und dem River Oich fanden wir das Caledonian Canal Centre & Lock Chambers welches uns Frühstück in einem schönen Wintergarten servierte.

Nach einer richtig langen Pause ging es weiter entlang des Kanals. Dieser war auf den ersten Kilometern ziemlich leer, was durch eine Baustelle die einige Schleusentore reparierte zu erklären war.

Weiter ging es an dem nun gut gefüllten Kanal bis wir bei einer weiteren Schleuse zum Loch Oich kamen.

Am Loch Oich ging es entlang einer aufgelassenen Bahnlinie, bei der Fredi eine Mutprobe durch einen dunklen Tunnel bestehen musste.

Nach diesem Adrenalinschub wechselten wir auf einen kleinen Weg etwas unterhalb der Bahntrasse. Dieser wurde jedoch zusehends schwieriger, also ging es wieder zurück.

Am Ende von Loch Oich kamen wir in den Ort Invergarry, in dem eine historisch Bahnstation nachgebaut wird. Von hier ging es wieder entlang des Kanals vorbei an schön bemoosten Bäumen bis wir über ein paar Hügel zum Loch Lochy (ja das heißt wirklich so) kamen, das letzte der 3 Lochs die wir heute sehen sollten.

Der Weg führte uns immer entlang des Ufers wo wir auch eine Rast direkt an einem Kiesstrand machten.

Am unteren Ende kamen wir dann in einem bewohnteren Teil in dem wir einige Kinder im Wasser spielen sahen, zwar mit Neopren aber die Hände, Füße und der Kopf waren trotzdem frei.

Am Ende mussten wir noch einen Hügel erklimmen um eine Siedlung zu umgehen aber damit waren die Höhenmeter dann für heute auch geschafft. Die vorletzte Etappe führte uns dann zum letzten Mal entlang des Kanals und wir genossen die sich langsam senkende Sonne.

Da die Energiereserven schon am unteren Ende waren beschlossen wir das erste Pub aufzusuchen. Kurz nach Neptuns Staircase, der untersten Schleusenanlage des Kanals begann mein linker Oberschenkel auch plötzlich extrem zu schmerzen, da wir aber 300 Meter vor dem Pub waren, war das nicht weiter schlimm.

Nach den Fish & Chips und einem Bier war der Schmerz vergessen und wir konnten die letzten 5 Kilometer zum Ende des Trails und unserem Hotel in Angriff nehmen.

Heute war die längste Etappe und wir legten laut meiner Uhr 65 km und 800 Höhenmeter zurück.

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