Uvita – Copey (1850 m / 550 EW)

So, genug faulenzt, ab jetzt wollen wir wieder etwas aktiver sein (oder so). Deshalb fahren wir heute nach Copey, in der Nähe dessen der Quezal Nationalpark ist.

Der Quezal ist ein besonders schöner und seltener Vogel, er ist zwar der Nationalvogel von Guatemala, soll aber angeblich in Costa Rica leichter zu sehen sein, weil es hier viel mehr Nationalparks gibt.

Der Tag begann mit einem Frühstück im Zimmer, da wir noch selbstgemachten Gallo Pinto übrig hatten. Danach packten wir unsere Sachen wieder zusammen, anschließend wollten wir den Uvita Farmers Market anschauen der laut Google nur 5 Autominuten entfernt von unserer Unterkunft sein sollte, nach einer halben Stunde Suchen gaben wir jedoch auf. Das Alternativprogramm das wir uns spontan überlegten: ein letztes Mal im Meer schwimmen und ein erstes Mal den Pool ausprobieren, unsere Unterkunft hat nämlich 2 davon, beide um die Zeit ausschließlich mit Kinder gefüllt.

Nach dem erfrischenden Ende unseres Strandurlaubes fuhren wir Richtung Copey los, und mussten immer wieder am Weg anhalten um die Aussicht in das eine oder andere Tal zu genießen.

Schließlich kamen wir zum Macizo de la Muerte, hier führt die Straße auf ca 3300m an dem Tapanti Nationalpark vorbei. Von hier kann man den höchsten Punkt dieses Berges erklimmen und von dort eine 360° Aussicht (vorwiegend auf Wolken in diesem Fall) auf die umliegenden Täler und Berge genießen. Wegen der Höhe war ich schon recht tot, Markus jedoch machte den kurzen Weg zum Gipfel und brachte ein ziemlich weißes Panoramafoto mit.

Weiter ging es in Richtung unserer nächsten Unterkunft, der Cedrela Eco-Lodge, dort angekommen fanden wir aber nur eine von Wald und Wiese umrahmte Straße, obwohl Google Maps stolz verkündete „Sie sind am Ziel“. Also fuhren wir die Straße ein Stück weiter bis wir ein Schild für die Cedrela Eco Lodge bei einer Verzweigung fanden. Ab dem Schild fuhren wir zuerst einmal die falsche Straße weiter, bis uns klar wurde dass wir falsch abgebogen sind. Endlich die richtige Abzweigung erwischt nahmen wir eine eher steile Schotterstraße bis zum Tor der Unterkunft, ab dort war sogar Vierradantrieb (zum ersten Mal in diesem Urlaub) notwendig um weiter als den untersten Parkplatz zu kommen.

Empfangen wurden wir von 2 sehr netten Jungs, die uns gleich eincheckten und dann einen Nachmittagssnack anboten: eigene Avocados mit selbstgemachten Chiabrot, beides wirklich ausgezeichnet.

Dabei kamen wir auch ins Gespräch, und wir fragten sie wo man naturgetrockneten und/oder honiggetrockneten Kaffee zum Kaufen oder Verkosten bekommen kann. Da kochten sie gleich ihren letzen naturgetrockneten Kaffee für uns zum Kosten – wirklich was besonderes: stark, fein geröstet mit einem fruchtigen Nebengeschmack der Markus besonders ansprach. Interessant war die Zubereitung mit Waage, bei der sowohl Kaffee als auch Wasser genau dosiert wurde.

Vom Kaffee kam dann das Gespräch natürlich aufs Bier und sie erzählten uns von einer lokalen Craftbrauerei und wollten sogleich auch eine Flasche Bier zum Kosten aufmachen, was wir aufgrund des noch recht frühen Nachmittags auf später verschieben wollten.

Nach dem Snack wollten wir ursprünglich einen 3-4 km Wanderpfad durch den Wald und die Ranch machen, nachdem eine Brauerei besuchen aber immer spannend ist, verschoben wir den Spaziergang auf den nächsten Tag und fuhren stattdessen gleich in den nächsten Ort, Santa Maria, zur Brauerei Meriche Dota Brewery. Dort erwarteten uns 2 Jungs die uns ihren Prozess beschrieben und davon erzählten, wie sie von Hobbybrauer zu Vollzeitbrauer wurden. Markus bekam gleich große Ohren. Zum Verkosten gab es das einzige auf Lager vorhandene Bier das mit Kaffee gebraut wird. Danach verkosteten wir auch den dafür verwendete Cold Brew Kaffee. Da ich die kleinen Verkostungsgläser lobte, schenkten sie mir außerdem gleich eines ihrer eigenen Biergläser (mit ihrem Logo bedruckt), und erzählten die kleinen Gläschen wollen sie auch irgendwann mit Logo als Merchandise anbieten.

Wieder in der Unterkunft um 6 Flaschen Bier reicher angekommen (2 haben wir unseren Gastgebern geschenkt), beschlossen wir noch vor dem Abendessen die Dämmerung zu genießen und ein paar Schritte auf dem Wanderpfad zu machen. Mit Stirnlampen bewaffnet starteten wir also los, und sahen nach kurzer Zeit eine kleine Schlange, Glühwürmchen und jede Menge anderer Insekten die uns am liebsten ins Gesicht flogen. Nach kurzer Zeit reichte es mir und wir kehrten um.

Zum Abendessen begannen wir mit einem Kaledip mit Kümmelbrot, dann eine kalte Tomatensuppe, gefolgt von einer „Causa de avocado“, Avocadopaste zwischen 2 Lagen Kartoffelpüree, mit Salat aus dem Garten. Zum Nachtisch gab es noch eine Palatschinke mit Vanilleeis und Obst, und einen Schokokuchen, dazu frischen Brombeerensaft und für Markus noch ein Kaffeebier. Alles war Bio, aus der Region und selbstgemacht, außerdem sehr lecker. Durch den Wechsel von 34°C zu 15°C war uns aber recht kalt, und das Menü dadurch ein bisschen zu erfrischend.

Vorm Schlafengehen war es besonders schön aus dem großen Fenster zu schauen und nur Natur zu sehen, wirklich ein schöner Abend.

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