EcoTrail de Paris

Diesmal geht es ein Wochenende nach Paris, Hintergrund ist zum einen die Dienstreise von Alina, die uns ein Wochenende in Paris ermöglicht und zum anderen der Vorschlag von Walter doch genau an diesem Wochenende den EcoTrail von Versaille nach Paris zu laufen.

Beiden Vorschlägen konnte ich mich nicht entziehen und so buchte ich bei Transavia um wohlfeile 88 Euro meine Flüge nach Paris und retour.
Die Unterkunft am Stadtrand konnte ich unter Aufzahlung einer kleinen Summe mit Alina teilen und das Startgeld konnte ich Dank einem Gutschein von Walter auch reduzieren, somit war das Ganze sehr kostenoptimiert zu haben. Am Donnerstag war es dann soweit, am Nachmittag traf ich Walter am Flughafen und gemeinsam flogen wir von Wien nach Paris Orly. Walter hat ja ein paar Jahre in Paris gelebt und so führte er mich zielsicher in die Stadt wo sich unsere Wege wieder trennten. Im Hotel traf ich fast zeitgleich mit Alina ein und so stand einem gemeinsamen Abendessen nichts im Wege. Da wir beide hungrig waren ging es zielsicher zu Alinas Lieblingsladen dem „Big Fernand“ der scheinbar den besten Pilzburger zwischen Eifelturm und Orly macht. Den Abend rundeten wir noch im „The Frog & British Library“, einer kleinen Pariser Craftbeerpubkette, mit einem Tasting all ihrer Biere ab. Dann war aber auch die Luft draußen und der Spaziergang zur Seine war von kurzer Dauer.

Freitag ging es zunächst auf ein kleines Frühstück in die „Brasserie la Roseraie“ doch das war nur im Schnelldurchgang zu machen bevor Alina zum Zug in Richtung Arbeit musste. Ich hingegen machte mich langsam auf den Weg zur Startnummernausgabe nach „Paris Expo Porte de Versailles“. Dort traf ich wieder Walter und gemeinsam machten wir uns zur Startnummernausgabe die in einer Ecke der eigentlichen Messe „Salon Destinations Nature“ statt fand. Da wir Zeit hatten genossen wir auch noch die Messe und holten uns Anregungen für die nächsten Urlaube, ungewöhnlich war der geringe Anteil an Sportartikelhersteller und Ähnlichem aber das hängt natürlich mit der Größe des Laufes zusammen, die maximale Anzahl an Startern war ja nicht so hoch (so um die 2000). Nachdem wir uns also satt gesehen hatten ging es in die Stadt, Walter zeigte mir ein wenig von „seinem“ Paris und so gingen wir auf wenig touristisch genutzten Pfaden kreuz und quer durch Paris spazieren. Das Wetter war nicht wunderschön aber doch ganz fein und in einem Sonnenfenster konnten wir sogar einen Kaffee draußen trinken. So trennten wir uns am späten Nachmittag wieder und ich traf Alina nach der Arbeit.

Gemeinsam ging es dann nochmals raus in die Umgebung des Hotels, vorbei an der BnF (Bibliotheque nationale de France) welche nahe an unserem Hotel liegt und dann ein wenig durch das Grätzel um mich nicht vor dem Lauf zu sehr zu verausgaben.

Am nächsten Tag hieß es früh aus den Federn und ab in Richtung Gare Montparnasse wo ich wieder auf Walter traf um uns in den Zug mit hunderten anderen Läufern zu quetschen. Von hier fuhren wir nach Versailles von wo uns ein Bus bis vor das Startgelände brachte. Das Wetter war unter meinen Erwartungen, später wird vom Veranstalter von Dantesquen Bedingungen die Rede sein. Aber zum Start war es nur unbequem kühl und nieselregnete ein wenig. Die vorgeschriebene Ausrüstung von 1,5 Liter Wasser wurde nicht kontrolliert daher ließ ich den ersten halben Liter gleich nach dem Start einem Baum zugute kommen. In Versailles ging es zunächst eine Runde durch den Schlosspark, noch zumeist auf geschotterten Wegen, bevor es über einen Hügel langsam Richtung Süden auf den richtigen Trail ging.

Von hier an wurden die Bedingungen immer schwieriger, zunächst wurde der Regen stärker, was in eine ziemliche Gatschpartie mündete, später ging der Regen in Graupel und dann in Schneeschauer über eine recht kalte Angelegenheit. Da wir im letzten Startblock waren und zusätzlich konservativ also eher langsamer unterwegs waren, war der Boden vor uns schon ziemlich zerpflügt und durch das viele Wasser floss der Schlamm oft schon von oben in die Schuhe.

Nach der letzten Verpflegung nach 5 Stunden haben wir allerdings lobenswerterweise nochmals die Beine in die Hand genommen und sind bis zum Ziel über ein Stunde durchgelaufen. In Summe waren wir dann nach ca. 6:10 im Ziel und ziemlich erfroren. Das eigentliche Ziel war ein kleines Zeltchen an der Seine und den Weg ins Zielgelände fanden wir nicht auf Anhieb, also entschlossen wir uns den Heimweg anzutreten um nicht noch Erfrierungen zu bekommen. Im Hotel angekommen steckte mich Alina wie ich war gleich unter die Dusche und verbot mir raus zu kommen bevor ich und mein Gewand nicht wieder sauber sind. Nach einer Ruhepause beschlossen wir dann am Abend noch in die Stadt zu fahren um St. Patricks Day in einem Pub zu zelebrieren, welches Alina von einem britischen Kollegen der in Paris lebt empfohlen wurde. Walter gesellte sich auch noch hinzu und so feierten wir den guten Abschluß unseres Eco Trail Abenteuers (45,4 km, 941 HM, 6:10:38, #1155, Walter war zwei Sekunden schneller und hat als #1154 gefinished).

Der nächste Tag verlief sehr entspannt, ich spazierte mit Alina nach einem gemütlichen Frühstück ein wenig durch Paris, entlang der Seine und zu den touristischen Highlights, es war für Mitte März zwar noch immer sehr kalt aber zumindest war es immer wieder ein Grund in die Wärme zu gehen. Deshalb sind wir auch zwischendurch auf Anraten von Walter mal ins Picasso Museum spaziert, leider wurde ein Teil gerade renoviert aber wir haben uns trotzdem fein aufgewärmt. Abends haben wir uns dann noch in einer von Jens empfohlenen Craft Beer Brauerei getroffen (Paname Brewing Company PBC) und haben dort fein gegessen und getrunken bevor es mit der U-Bahn bei leichtem Schneefall wieder zurück ging. Alina blieb weiter in Paris und ich flog am Montag mit Walter wieder nach Wien.

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