AGM

So, heute ist der eigentlich große Tag, der als primäre Ausrede für diese Reise gedient hat. Die jährliche Brewdog Generalversammlung, die am Messegelände von Aberdeen stattfindet und mehr ein Fest denn eine seriöse Angelegenheit ist.

Dazu mussten wir wieder früher raus und so trafen wir uns um 07:30 um gemeinsam nach Waverley zu fahren und hier in den Zug zu steigen der uns dann mit wenigen Zwischenstopps sicher nach Aberdeen brachte. Hier angekommen ließen wir unser spärliches Gepäck im Hotel und machten uns über einen kleinen Friedhofsspaziergang auf den Weg ins Aberdeen Exhibition Center, dem Messegelände am nördlichen Stadtrand. Dort wurden wir ohne Probleme eingelassen und erhielten sowohl unser Armband als auch unser Booklet mit dem Programm, der Bierkarte und den Tickets für die Freibiere, welches dann natürlich auch gleich zu konsumieren waren. Diesmal waren wir auch früh genug um den sehr kurzweiligen Vortrag der beiden Gründer James Watt und Martin Dickie zur aktuellen Lage, der Entwicklung des letzten Jahres und den Zukunftsplänen zu hören.

Von hier ging es weiter mit einem Tastingmarathon, diemal haben wir 3 Tastingsessions gebucht (brewdog, overworks (die neue Sauerbier- Spontangärlinie von brewdog) und Cloudwater die auf unfiltrierte IPAs spezialisiert sind). Besonders der Braumeister von Cloudwater hat mich mit seiner Sicht der Qualität der Zutaten sehr beeindruckt. Auch seine Aussage, dass den Brauern der ganze Ruhm zugute kommt während den Produzenten der Zutaten, welche bei einem Naturprodukt wie diesem sehr wichtig sind, zu wenig Beachtung zugute kommt. Daher beteiligen sie sich auch an Zuchtprogrammen für traditionelle Hefen und experimentieren mit alten Getreidesorten. Ich hatte dieses Jahr den Eindruck, dass die Anzahl der Tastingteilnehmer höher war als letztes Jahr und durch die verteilten Räume welche nur über einen schmalen Gang zu erreichen waren erschien mir das sehr chaotisch und endete meist in der Lieblingsfreizeitbeschäftigung der Britten, das Stehen in langen Schlangen die sich kaum bewegen.

Neben einigen kulinarischen Pausen beschäftigten wir uns größtenteils mit dem Verkosten von guten, eigenartigen und noch eigenartigeren Bieren. Am Ende schwangen Jens, Johannes und ich fast schon traditionell das Hüpfbein zu netter Musik. Als jedoch die nächste Band eher Langweiliges zum Besten gab und unser Bierdurst mehr als gelöscht war entschlossen wir uns, uns in die Taxischlange zu stellen und ins Hotel zu fahren. Dort nahmen wir in der Hotelbar noch einen Schlummertrunk und verabredeten uns für den nächsten Morgen.

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