Hakodate

Heute geht es zu unserer vorletzten und letzten Station, Hakodate und Tokyo. Da in Hakodate kein Hotel zu finden war, das unseren finanziellen Ansprüchen genügte, haben wir beschlossen es nur einen Tag zu besuchen und dies mit der Rückreise zu verbinden. Daher mussten wir wieder mal richtig früh aufstehen, die U-Bahn welche in Sapporo erst nach 6 Uhr fährt war auch keine Hilfe, da wir den ersten Zug nahmen der den Bahnhof um 06:00 Uhr verließ. Somit spazierten wir vom Hotel, größtenteils ohne Regen, zum Bahnhof um dort vor den Bahnbeamten anzukommen. Lustig zu sehen wie der Bahnhof morgens so aufwacht. Von dort fuhren wir 3,5 Stunden mit dem Super Hokuto nach Hakodate und das Ganze noch dazu ohne Boardverkauf also war Zeit noch ein wenig zu mützen. Besonders hübsch finde ich den Zug ja nicht aber besonders auf jeden Fall.

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In Hakodate gab es das fast schon übliche Wetter, Regen, Wind und tief hängende Wolken, bei diesem Zustand von Wetter sind wir gleich mal zum Morgenmarkt gegangen, an dem traditionell am Vormittag der Fang der letzten Nacht verkauft wird. Da der Markt direkt neben dem Bahnhof ist, ist er auch schon sehr touristisch und die wirklich frischen Sachen sind vor 8 Uhr bereits weg. Trotzdem jede Menge Krustentiere und Fische, für Kinder wurde sogar angeboten, lebende Tintenfische aus einem Aquarium zu fangen.

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Von hier ging es in immer stärker werdenden Regen Richtung Zentrum und zwar zum „Hakodate City Museum of Northern Peoples“, dieses ist das größte Museum, welches sich mit der Kultur der Ainu widmet. Die Ainu bevölkerten Hokkaido und die umliegenden Inseln bis zum Ende der Edo Zeit. Als dann im Rahmen der Meji Restauration Hokkaido offiziell an Japan angeschlossen wurde sind die Ainu auch schnell „verschwunden“, darüber erfährt man aber in japanischen Museen nichts, im Gegenteil wird immer von Japan gesprochen und auf Karten verwiesen, die Forscher bereits 1740 angelegt haben. Das Museum selbst ist ein klassisches Museum, das vor 30 Jahren geschaffen wurde und seither um 2 Fernseher erweitert wurde, also nicht vergleichbar mit modernen Museen, doch trotzdem gibt es viele interessante Stücke, leider wenige davon mit englischer Erklärung. Trotzdem haben wir einige Zeit hier verbringen können und am Ende konnte sich Alina sogar noch für ein Video begeistern, das die Nähtechnik der Ainu demonstrierte.

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Von hier ging es zu den alten Speichergebäuden, welche in der Zwischenzeit zu Souvenirshops und einem Teddybär Museum umgebaut wurden, auch diesen Teil haben wir noch pflichtbewusst erfüllt bevor wir uns ins Hakodate Bier Restaurant begeben haben.

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Diese Gasthausbrauerei hat auch schon einige Medaillen für ihr Bier gewonnen, also habe ich hier wieder mal eine Kostprobe der vier Fassbiere probiert, interessante Mischung: Kölsch, Alt, Weizen und ein Ale. Bis auf das Ale konnte mich keines überzeugen, da habe ich einfach schon zu konkrete Ideen wie diese zu schmecken haben.

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Da Alina und ich eigentlich nicht ganz fit sind, haben wir dann noch Kaffee und Kuchen gegessen und Hakodate den Rücken zugewendet um uns in den Zug nach Tokyo zu setzen. Damit ist man in 5 Stunden im Zentrum von Tokyo, wo wir noch zwei Nächte gebucht haben bevor wir Japan endgültig verlassen müssen.

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